Immunmodulatoren

  • Immunmodulatorische Medikamente können sich positiv auf die Blutbildung auswirken

Bei bestimmten MDS-Arten können sogenannte Immunmodulatoren1 eingesetzt werden. Insbesondere wenn Sie Niedrigrisiko-MDS und einen bestimmten isolierten Gendefekt (del5q) haben, kommen Sie hierfür infrage. Ihr Arzt wird bei der Diagnostik MDS entsprechende Tests machen und herausfinden, ob Sie von dem Gendefekt betroffen sind.

Immunmodulatoren können die Umgebung für die Blutstammzellen verbessern

Immunmodulatoren sind Substanzen, die sich positiv auf die Immunabwehr des Körpers auswirken: Sie regulieren das Immunsystem derart, dass sich die Bedingungen für die gesunden Blutstammzellen und ihre Umgebung verbessern können. Sie unterdrücken beispielsweise die Produktion entzündungsfördernder Zytokine, das sind Botenstoffe, die die Immunabwehr im Körper anregen, um zum Beispiel eine Entzündung herbeizuführen. Darüber hinaus können Immunmodulatoren unreife Blutstammzellen dazu stimulieren, zu gesunden Blutzellen heranzureifen. All dies kann dazu zu einer Normalisierung des Blutbildes beitragen. Bei relevanter Steigerung der Bildung roter Blutkörperchen (Erythrozyten) können Transfusionen, zumindest für einige Zeit, ausgesetzt werden.

1 https://www.leukaemie-hilfe.de/nc/broschuerenangebot.html?tx_drblob_pi1[downloadUid]=591